SUSPLAN: Nachhaltige Raumplanung in Berggebieten
Das Projekt SUSPLAN, kurz für "Sustainable Spatial Planning in Mountain Areas" bzw. auf Deutsch "Nachhaltige Raumplanung in Berggebieten", steht in voller Übereinstimmung mit der Priorität 2 des INTEREG IVA
Programms Österreich-Italien, welche eine nachhaltige regionale Entwicklung vorsieht.
SUSPLAN zielt darauf ab, das Management der Natur- und Kulturlandschaft in die räumliche Entwicklung zu integrieren. Es werden Voraussetzungen geschaffen, um die Entwicklung der Siedlungen, der Infrastrukturen und der Wirtschaft mit dem Schutzgebietsmanagement abzustimmen.
Ein besonders hoher Stellenwert kommt dem vorausschauenden Schutz der Bevölkerung und ihrer Einrichtungen bei der Ausarbeitung der räumlichen Strukturpläne zu. Ebenso wird großer Wert auf den Schutz der natürlichen Ressourcen und des Wassers gelegt.
Im Projekt werden bestehende Gemeindenetzwerke genutzt, um gemeindeübergreifende Raumentwicklungspläne innerhalb der Regionen zu erarbeiten.
Das Geographische Informationssystem (GIS) bildet die Grundlage für den Informationsaustausch und für die grenzübergreifende Abstimmung von Plänen und Projekten.
Bei der Ausarbeitung der integrierten Raumentwicklungspläne werden auch die
Voraussetzungen für die Versorgung der Bevölkerung mit Diensten und Angeboten aus dem Bereich der Kultur, der Gesundheitsdienste und der sozialen Dienste berücksichtigt.
Dies soll bei einer späteren Planung der Angebote und bei der Ausarbeitung konkreter Projekte unterstützend dienen.
Im Zuge des Projektes wird eine grenzübergreifende Analyse der räumlichen Strukturen des Projektgebietes durchgeführt. Zugleich werden Methoden und Modelle für die Bewertung der
Nachhaltigkeit und Umweltverträglichkeit von Plänen und Projekten gemeinsam entwickelt und abgestimmt. Anschließend an die gemeinsam erarbeiteten Grundsätze werden
gemeindeübergreifende Pläne und Programme für die geplante räumliche Entwicklung des Projektgebietes erarbeitet.
Wertvolle Naturräume sollen somit von absehbaren Störungen oder Beeinträchtigungen frei gehalten und wichtige touristische Infrastrukturen sowie für die Zukunft geeignete Standorte bestimmt werden. Weiters können beispielsweise wildökologische Aufgaben oder Ziele des Bodenschutzes
frühzeitig in der räumlichen Entwicklung des Projektgebietes berücksichtigt werden.
Das natürliche und kulturelle Erbe der Berggebiete stellt ein wertvolles "territoriales Kapital" dar, was durch eine künftige grenzübergreifende Zusammenarbeit geschützt werden muss.
|